Ein charmanter Provokateur

Der Regisseur Paul Verhoeven überraschte bei seinem Besuch im Österreichischen Filmmuseum als kluger und kurzweiliger Erzähler

Feuilleton | REPORTAGE: MICHAEL OMASTA | aus FALTER 24/16 vom 15.06.2016

Wie jeder Filmemacher hat er nicht nur Meisterwerke gedreht. Paul Verhoeven weiß das zweifellos besser als jeder andere. Mit seinen 77 Jahren ist der Regisseur auch souverän genug, das als Erster zuzugeben und seinen Fans im bis auf den letzten Platz besetzten Kinosaal grinsend "alles Gute" für den folgenden Film zu wünschen.

Der heißt "Flesh+Blood", entstand 1985 und markiert eine doppelte Zäsur in seinem Werk, wie Verhoeven vorige Woche im Rahmen einer zweistündigen Masterclass im Österreichischen Filmmuseum erzählte.

Zum einen war dieses überlange Raubritterabenteuer der erste Film, den der gebürtige Niederländer mit amerikanischem Geld realisierte (übrigens für Orion Pictures, die Firma von Mike Medavoy, Arthur Krim und Eric Pleskow, dem heutigen Präsidenten der Viennale); zum anderen war es seine letzte Arbeit mit dem Schauspieler Rutger Hauer, der sich die Jahre zuvor mit viel Verve durch Verhoevens niederländische Filme geprügelt und gevögelt hatte und nun -nach Kassenhits


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