Landrand Ruralismus

Der Tod in schöner Landschaft

Landleben | aus FALTER 24/16 vom 15.06.2016

Wer in der Nähe einer Bundesstraße aufgewachsen ist, lernt früh: Der Tod lauert hinter dem nächsten Gebüsch. Man bekommt das bald mit, die Rettungsautos und Blaulichter, die Bremsspuren Richtung Nirgendwo.

Besonders Motorradfahrer erwischt es oft, mehr oder weniger schwer, in heimtückischen Kurven inmitten prächtiger Landschaft. Die Bewohner der Soboth-Bergstraße an der steirischkärntnerischen Grenze wissen, wovon die Rede ist. Das Land ließ dort alle Stellen mit Warnschildern markieren, an denen seit 2004 Biker-Unfälle passiert sind: Es wurden 81 Tafeln.

Oft liegt es vor allem an den Bikern selbst. Die Soboth zum Beispiel wurde bekannt für Raser, die dort illegale Wettrennen veranstalteten. Die bayrische Polizei machte jetzt aber darauf aufmerksam, dass fast jeden zweiten Unfall mit Motorrädern Autolenker verursachten.

Neun von zehn österreichischen Autofahrern denken jetzt: Stimmt bei uns sicher nicht. So viele zeigten sich nämlich in einer Umfrage überzeugt, rücksichtsvolle Lenker zu sein. Komisch, dass gleichzeitig mehr als die Hälfte sagte: Die anderen, die führen sich aber echt auf.


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