Neue Platten

Feuilleton | aus FALTER 24/16 vom 15.06.2016

Pop

Gold Panda: Good Luck And Do Your Best

Der englische Produzent Gold Panda ist an der Kreuzung zwischen harmonieseligen Folktronica-Klängen und Dubstep-Beats daheim. Zu seinem dritten Album ließ er sich von Japanreisen inspirieren. Bis auf ein paar asiatische Saiteninstrumente haben sie nicht direkt auf den Sound der Stücke abgefärbt, die großteils im gemütlichen Geschwindigkeitsbereich bleiben. Auf die Stimmung aber sehr wohl. "Good Luck " klingt so schön melancholisch, wie man sich zu Hause beim Betrachten von Urlaubsfotos fühlt. (City Slang) SF

Pop

Diverse: Lieber ein Verlierer sein 2

Das Wiener Label Las Vegas Records wird zehn und feiert mit einem Sampler zum Thema Nummer eins. Nein, nicht den Narreteien der FPÖ, sondern Fußball. 20 heimische Acts zwischen Elektro-und Gitarrenpop, Singer/Songwriter, Indie und Hip-Hop steuern teils bekannte, teils neue oder rare Songs bei. Der Spielverlauf ist durchwachsen, an technischer Raffi nesse mangelt es bisweilen, an Einsatz nicht. Der Auftakt ist holprig, die zweite Halbzeit tendenziell stärker. Ergibt unterm Strich ein passables Unentschieden. (Las Vegas) GS

Jazz

Johannes Thoma: Colors of Voices

Der österreichische Jazzpianist Johannes Thoma engagierte für seine zweite Platte fünf Sängerinnen, die in sieben verschiedenen Sprachen etwa Standards, Volkslieder oder Karl Hodinas "I liassert Kirschen für di wochsn" interpretieren. Wie der Titel des Albums andeutet, fügen sich die unterschiedlichen -sehr klaren, feinen -Sologesänge mit den verschiedenen Stilen zu 15 sanften, bisweilen beschwingten Nummern. Es ist Musik, die wenig Aufregung, dafür Entspannung und versonnenes Schwelgen erzeugt. (ATS Records) SP


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige