Heidi List Sexkolumne. Aufklärung für Zeitgenossen

Finalisten

Kolumnen | aus FALTER 24/16 vom 15.06.2016

Ich habe auf Kroatien als Sieger gewettet im Finale gegen egal wen: 3:0. Von denen liest man nämlich, dass ihnen der Trainer während der gesamten EM keinen Frauenbesuch gestattet. Daher spielt dieses Team nicht aus sportlichem Ehrgeiz, sondern aus blanker Verzweiflung. Das scheint mir ein starker Motor zu sein. Außer sie drehen den Spieß um und vergeigen alle Matches, um früh wieder daheim zu sein.

Dann wäre die Strategie zu überdenken. Ich habe mir jetzt die Mühe gemacht und recherchiert, wie man auf die Idee kommen kann, dass Sex die sportliche Leistung beeinträchtigt.

Sportmediziner begründen ihre Empfehlung, 36 bis 48 Stunden vor einem Match keinen Sex zu haben, damit, dass Oxytocin und andere Hormone beim Orgasmus ausgeschüttet werden, was die Aggressivität reduziert. Bei Schnellkraftsportarten braucht der Athlet jedoch eine gewisse Aggressivität. Außer der Torwart, den könnte man ruhig vögeln lassen, er ist dann relaxt und konzentrationsfähig. Und nachdem im Fall unserer Kroaten der Torwart als Einziger Sex bekäme, würde der Zorn auf ihn seine Kollegen zu Spitzenleistungen treiben. Daher: 3:0 Kroatien.


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