Früher war alles besser schlecht

Ein Film würdigt den Wiener Neustädter Musik-Underground der 1980er, als Totgeglaubt sind damalige Protagonisten wieder aktiv. Mittendrin: Hannes Eder, langjähriger Österreich-Chef von Universal Music

Feuilleton | POPGESCHICHTSSTUNDE: GERHARD STÖGER | aus FALTER 24/16 vom 15.06.2016

Dass subkulturelle Orte ein buntes Völkchen anziehen, liegt in der Natur der Sache. An diesem Donnerstagabend Anfang Juni war die Mischung in der Erdberger Arena aber anders bunt als sonst: Auf der Bühne standen sieben Männer um die 50, die Rockmusik mit New-Wave-Wurzeln spielten.

"Morgen, morgen, morgen sind alle tot", hieß es, mehrstimmig gebrüllt, in einem der Songs, "Ohnmacht, Ohnmacht, Hilflosigkeit, keine Hilfe weit und breit. Kurz und gut: Im Bauch die Wut, im Kopf die Glut, Leben ist Blut" in einem anderen.

Vor der Bühne tanzten FM4-Kids, daneben wippten junge Künstlerinnen, und Subkulturforscher wiegten ihre Köpfe. Dahinter standen Szeneveteranen, die auch vor gut 30 Jahren schon Konzerte in der Arena besucht hatten, sowie die Großelterngeneration, die teilweise ihre Enkelkinder mitgebracht hatte.

Angelockt hatte sie alle das Konzert samt Plattenpräsentation der Band Totgeglaubt und die Premiere der Filmdokumentation "Und es fängt von Neuem an", die dem Wiener Neustädter


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