Wien TM

Die Stadt als Produkt

Stadtmarketing: Das heißt heute nicht mehr, ein paar Klimt-Poster zu verkaufen. Mit City-Branding profilieren sich Städte als globale Marke, und Wien ist vorn mit dabei

Stadtleben | TEXT: MAIK NOVOTNY | aus FALTER 24/16 vom 15.06.2016


Illustration: P.M. Hoffmann

Illustration: P.M. Hoffmann

Ampelpärchen-T-Shirts, Ampelpärchen-Kappen, Ampelpärchen-Babylatzerln, Ampelpärchen-Turnbeutel. Wer sich eine Viertelstunde im vorige Woche eröffneten Ampelpärchen-Pop-up-Store in der Schmalzhofgasse in Wien-Mariahilf aufhält, sieht bald nur noch Rot und Grün.

Keine Frage: Die 2015 zum Eurovision Song Contest erfundenen Wiener Ampelpärchen waren ein großer Erfolg und festigten Wiens Ruf als weltoffene und tolerante Metropole. Wie wichtig das war, zeigt die dumme Häme, die den harmlosen Händchenhaltern und Händchenhalterinnen damals entgegenschlugen. Aber ob man nun wirklich alle unter dem ungelenk bilingualen Motto „Ampelpärchen rocks“ firmierenden Mitbringsel braucht, die hier im Pop-Up-Store auf standesgemäßen Euro-Paletten drapiert sind, sei dahingestellt.


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