Kunst Vernissagen

Kamera als Muse: Vom Negativ auf die Leinwand

Lexikon | NS | aus FALTER 24/16 vom 15.06.2016

Die Verwendung von Lichtbildern für die Malerei war um die Jahrhundertwende noch ein gut gehütetes Geheimnis. Für die Ausstellung "Inspiration Fotografie. Von Makart bis Klimt" in der Orangerie des Belvedere wurde erforscht, wie sich heimische Künstler der Kamera bedienten, Aufnahmen als Vorlagen für ihre Gemälde benutzten und diese Praxis aber zusehends kaschierten.

Die Schau zeigt etwa, wie Friedrich von Amerling eigene Entwürfe fotografieren ließ, um mit den Abzügen dann farblich zu experimentieren, bevor er an die Leinwand ging. Der Salonmaler Hans Makart verwendete Fotos ebenso frei wie der Spezialist für Orientbilder Leopold Carl Müller. Als die Secession aber 1900 erstmals Fotos ausstellte, änderte sich der offene Zugang zu dem technischen Medium.

Belvedere Orangerie, Do (16.6), 19.00, bis 30.10.


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