Landpartie

Erlebnisse fürs Wochenende

Landleben | GP | aus FALTER 24/16 vom 15.06.2016

Vor mehr als 200 Jahren sind die grotesksurrealen Radierungen des spanischen Malers und Grafikers Francisco de Goya entstanden. In vier großen Grafikserien setzte sich Goya (1746-1828) mit dem Spanien seiner Zeit auseinander, mit Krieg, Armut, Gewalt, mit einer Gesellschaft, die zwischen Absolutismus, Inquisition und Aufklärung taumelte. Die wichtigste Serie, "Los Caprichos", ist nun in der kleinen Kärntner Stadt Gmünd erstmals komplett mit allen achtzig Radierungen zu bestaunen: in der Galerie im Stadtturm. Aus den anderen drei Zyklen zeigt die Ausstellung jeweils ausgewählte Werke. Begleitend zu der bis 2. Oktober laufenden Schau halten Goya-Experten vertiefende Vorträge und zeigt das Kulturkino Gmünd Goya-Spielfilme.

Das Städtchen setzt seit den 1990er-Jahren intensiv auf Kunst und Kultur, 2011 wurde es dafür mit dem Europäischen Tourismuspreis EDEN ausgezeichnet. Nach der Goya-Schau bieten sich daher genügend andere Ziele an: beispielsweise das ebenfalls preisgekrönte Pankratium, "das Haus des Staunens". Dort warten die größte begehbare Geige der Welt, die Wehmutswalze und ein KlangKunstGarten. Auch ein Porschemuseum befindet sich in Gmünd, da hier von 1944 bis 1950 die ersten Fahrzeuge mit Namen Porsche gebaut wurden. Viel Programm gibt es auch auf der Alten Burg, praktischerweise kann man hier auch essen: Das BurgWirtsHaus ist bekannt für seine Spätzle in mehr als zehn Varianten -mit Fleisch, vegetarisch oder glutenfrei.

IN DAS KULTUR - STÄDTCHEN GMÜND

Warum dorthin?

Weil dort erstmals der komplette Grafikzyklus "Los Caprichos" von Goya zu sehen ist

Wo essen?

Im Restaurant in der Alten Burg Und dann?

Ins "Pankratium Gmünd, das Haus des Staunens" oder ins Porschemuseum


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