Verkauf des ORF-Funkhauses: Rhomberg bekommt Zuschlag

Politik | STEFANIE PANZENBÖCK | aus FALTER 24/16 vom 15.06.2016

Die Vorarlberger Baufirma Rhomberg hat dem Vernehmen nach den Zuschlag für den Kauf des ORF-Funkhauses in der Argentinierstraße bekommen. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte, dass Rhomberg als Bestbieter gelistet sei. Das Bieterverfahren läuft seit einigen Monaten, von den Teilnehmern trat neben Immobilien-Entwickler Martin Lenikus bisher nur die IG Funkhaus Wien an die Öffentlichkeit. Sie ließ mit einem Konzept für einen gemeinnützigen Medien-und Kulturstandort aufhorchen, an dem auch die Radiosender bleiben können. Die ORF-Führung plant hingegen Ö1, FM4 und Radio Wien vom Funkhaus auf den Küniglberg zu verlegen, um einen zentralen Medienstandort zu schaffen.

Die IG Funkhaus Wien formierte sich als Bietergemeinschaft aus tausenden Unterstützern aus Wirtschaft, Kunst und Kultur. Repräsentiert wird sie etwa von dem Regisseur Karl Markovics und dem Wirtschaftsprüfer Günter Robol. Auf Nachfrage bestätigte die IG, dass ihr Konzept "beim ORF nicht auf Widerhall gestoßen" sei. Dennoch sei sie nicht aus dem Spiel: "In der größeren Agenda rund ums Funkhaus bleibt noch vieles offen, weshalb auch etliche weitere Optionen seitens der IG verfolgt werden." Konkretes ist noch nicht bekannt.


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