Konsumrausch Das Muss-Haben der Woche: Freudian Wood von Wiener Blut

FREUDS TRAUMDUFT

Stadtleben | aus FALTER 25/16 vom 22.06.2016

Holz spielte in Sigmunds Freuds Traumdeutung eine wichtige Rolle. Es symbolisierte für ihn die Frau, ihre Brüste, ihre Scham, den Duft ihrer Haut. Die kleine Wiener Duftmanufaktur Wiener Blut von Alexander Lauber übersetzte diese Assoziationen in einen würzig-milchigen Duft und taufte ihn "Freudian Wood". Er ist Auftakt einer Duftreihe, die sich mit Freud'schen Themen beschäftigen wird.

Wiener Blut entwickelt seit 2009 Düfte abseits der Massenprodukte und schöpft dabei aus der Gedankenwelt Wiens um die Jahrhundertwende.

"Freudian Wood" startet mit klaren Zypressenoten und leichtem Tabak, fast so, als betrete man Freuds Jahrhundertwendepraxis, und nähert sich dann mit australischem Sandelholz, Ambrette-Samen und echtem -angeblich auch aphrodisierendem -Ambra "dem Weib" an, wie Freud es wohl genannt hätte. Echtes Ambra wird übrigens von Pottwalen ausgeschieden und muss lange im Meer treiben, bis es zu seinem vollen Potenzial heranreift. Es ist sehr kostbar und kommt in Parfums nur mehr selten vor. "Freudian Wood" ist ein komplexer, charakteristischer, im wahrsten Sinne des Wortes historischer Duft.


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