Was hat die Flüchtlingsdebatte mit Feminismus zu tun?

Politik | SABINE HARK | aus FALTER 25/16 vom 22.06.2016

Im Frühsommer, wenn die Temperaturen von Luft und Wasser steigen, steigt auch die Zahl derer, die die Überfahrt wagen, und es steigt die Zahl der Toten. Unsere nationalen Regierungen ebenso wie die Europäische Gemeinschaft trumpfen mit zynischer Abschreckungsrhetorik auf und forcieren Politiken der Ausgrenzung und Gefährdung, statt Fähren zu schicken.

Zu dieser Rhetorik der Abschreckung gehört oft genug auch die Indienstnahme feministischer Positionen, um etwa die Unverträglichkeit zwischen dem Islam und westlichen Werten zu begründen. Überall in Europa benutzen fremdenfeindliche, nationalistische Parteien, aber auch neoliberale Regierungen Vorstellungen von Gleichberechtigung, um darzustellen, dass männliche muslimische Bürger -und nichtwestliche männliche Migranten ganz allgemein - nicht imstande seien, die Rechte von Frauen zu respektieren. Ein harmonisches Zusammenleben mit Eingewanderten aus dem globalen Süden, heißt es, sei kaum vorstellbar.

Feministische Argumente werden


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