Wie könnte ein neuer Blick auf das Flüchtlingsthema aussehen?

Politik | aus FALTER 25/16 vom 22.06.2016

Das Sterben im Mittelmeer ist unser eigenes Sterben, denn das Mittelmeer war für Europa immer das "Mare nostrum", unser Meer. Die gesamte griechische und römische Literatur der große Meister, auf denen die europäische Philosophie und Kultur aufbauen, sind geprägt vom Denken eines Platon, eines Ovid oder eines Homer, von Metamorphosen und Odysseen also, in denen die andere, die nichteuropäische Seite des Mittelmeeres stets als Spiegel des Eigenen eingeschlossen war, im Sinne des "autrui" Emmanuel Levinas', wonach das Eigene immer erst im Anderen zu sehen ist beziehungsweise durch das Andere überhaupt erst definiert wird.

Die serbische Menschenrechtsaktivistin und Direktorin des Instituts gegen politische Kontaminierung, Borka Pavićević, sagt darum zu Recht: "The refugees came to ask us who we are. And we need to answer them."

Das Mittelmeer muss darum wieder zum Mare nostrum werden, zum geeinten Kultur-und Politikraum, der völlig neu gestaltet werden muss, und zwar als vernetzter

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige