Kommentar Ökonomie

Verborgener Reichtum in Österreich gefährdet den Zusammenhalt

Falter & Meinung | MARKUS MARTERBAUER | aus FALTER 25/16 vom 22.06.2016

Ein Prozent der Haushalte besitzt ein Viertel, neun Zehntel der Haushalte hingegen haben nur knapp die Hälfte des gesamten Vermögens in Österreich. Besonders hoch ist das Vermögen im Durchschnitt bei Unternehmern und Bauern. Beamte, Angestellte und Pensionisten fallen demgegenüber weit zurück, dahinter liegen noch Arbeiter und Arbeitslose. Das sind die jüngsten Ergebnisse einer wissenschaftlichen Erhebung der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB).

Die OeNB-Forschergruppe hat mit Methodik und Qualität ihrer Arbeit international enorme Reputation errungen, in ihrer eigenen Institution bleibt ihr die gebührende Anerkennung allerdings verwehrt.

Der einzige Kritikpunkt vonseiten der Europäischen Zentralbank an den österreichischen Daten lautet: Im Unterschied zur Mehrzahl der Notenbanken in den anderen europäischen Ländern wird bei uns in Österreich der Erforschung der Spitze der Vermögensverteilung kein besonderes Augenmerk geschenkt. Die Superreichen nehmen an der Erhebung entweder


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