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Falter & Meinung | BENEDIKT NARODOSLAWSKY | aus FALTER 25/16 vom 22.06.2016

Das Timing ist so bitter wie schlecht gerösteter Kaffee: Gerade während Österreichs Team die historisch beste EM aller Zeiten spielt, verliert die Falter-Mannschaft ihren besten Kicker: Vedran Sormaz, der baumlange IT-Techniker, der sowohl als Tormann den Robert Almer machte als auch hinten einen Aleksandar Dragović ohne viel Mühe hinbekam, verabschiedete sich am Freitag. Wer die Augen nicht zupresste, konnte seinen Jobwechsel voraussehen. Jede freie Minute verbrachte er in der Falter-Küche, um auf engstem Raum in einem 23-Schritt-Verfahren aus Kaffee flüssiges Gold zu machen.

Im Juli eröffnet er nun als Barista ein Innenstadtcafé in der Wipplingerstraße 11. Vedis aromatische Verabschiedungsformel: "Ich werde den Falter verlassen, aber natürlich immer im Herzen behalten." Wir werden uns im Kaffeehimmel wiedersehen. Ist ja nur einmal die Straße rauf.

Wir haben diese Woche aber auch etwas sehr Schönes zu verkünden. Im Vorjahr porträtierte Nina Horaczek syrische Flüchtlinge. Falter-Leser meldeten sich daraufhin bei ihr, um zu helfen. Sie verschafften Flüchtlingen eine Wohnung, kümmerten sich um eine syrische Familie und ermöglichten einem Syrer eine Rettungsschwimmer-Ausbildung. Dann war da noch Yasser, der sein Lieblingshobby Taekwondo so sehr vermisste. Ein Trainer nahm ihn nach Horaczeks Geschichte unter seine Fittiche.

Jetzt hat Yasser bei einem Taekwondo-Turnier in Bratislava Silber gewonnen, und wir sind ein bissl stolz. Auf Yasser. Und auf unsere Leserinnen und Leser. Danke!


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