"An der Qualitätsschraube würde ich als Letztes drehen"

Christian Kircher leitet seit April den Bundestheater-Konzern und ist damit einer der wichtigsten Kulturmanager Österreichs. Ein Gespräch über die Schnittmenge von Kunst und Wirtschaft und die Parallelen zwischen Wein-und Burgtheater-Skandal

Feuilleton | INTERVIEW: STEFANIE PANZENBÖCK | aus FALTER 25/16 vom 22.06.2016


Foto: Heribert Corn

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Bis vor einem halben Jahr war Christian Kircher weitgehend unbekannt. Als ihn der damalige Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) als neuen Geschäftsführer der Bundestheater-Holding und somit Chef des gesamten Theaterkonzerns präsentierte, hatte ihn niemand auf der Liste. Als kaufmännischer Direktor im Wien Museum blieb der 51-jährige Kärntner meist im Hintergrund: „Wenn Kaufmänner öffentlich auftreten, ist meistens Feuer am Dach“, scherzte Kircher, als er auf einer Pressekonferenz im Dezember vorgestellt wurde.

Kircher kommt aus der Privatwirtschaft und arbeitete einige Jahre für den Körperpflegekonzern Gilette. Von 2005 bis März 2016 war er im Wien Museum tätig, seitdem ist er bei den Bundestheatern. Er folgt auf Günter Rhomberg, der nach dem Finanzskandal rund um die Bundestheater und dem Rücktritt des langjährigen Holding-Chefs Georg Springer den Haushalt wieder sanieren sollte. Noch ist die Vergangenheit nicht lückenlos aufgearbeitet, vor kurzem wurde etwa der Rechnungshofbericht über das Burgtheater veröffentlicht.


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