Gibt es eine Möglichkeit, die Bootsf lüchtlinge im Mittelmeer zu retten?

Politik | MARIA TERESA SETTE | aus FALTER 25/16 vom 22.06.2016

Wir brauchen dringend mehr Drohnen. Damit kann man die Schiffe der Schiffbrüchigen lokalisieren. Genau das tun wir im Mittelmeer. Wir sind die einzige NGO, die Drohnen im Einsatz hat, um Menschen zu retten. Bei der letzten Rettungsmission, an der ich beteiligt war, haben wir 113 Kinder aus dem Meer geholt. 113 Kinder aus Eritrea, die beinahe ertrunken wären, obwohl die EU und unsere Staaten die technischen Möglichkeiten hätten, diese Menschen zu retten. Da steht man dann auf dem Boot zwischen all diesen Kindern und denkt sich einfach nur: "Das darf doch nicht sein, das kann eine zivilisierte Welt doch nicht zulassen."

Unsere Organisation Migrant Offshore Aid Station (MOAS) ist eine private Initiative. Das US-amerikanisch-italienische Unternehmerehepaar Regina und Christopher Catambrone hat MOAS 2014 mit seinem Privatvermögen gegründet. Sie waren damals mit ihrer Jacht im Mittelmeer und sahen die Schwimmwesten ertrunkener Flüchtlinge im Meer treiben. Da haben sie beschlossen, nicht


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