Zwei Euro für Theaterdecken

Die Sommerspiele Melk verzichten auf gewinnbringende Schenkelklopfer. Ausreichend Werbung macht 's möglich


BEOBACHTUNGEN: MARTIN PESL
Feuilleton | aus FALTER 25/16 vom 22.06.2016

Dieser Text enthält Produktplatzierungen. Anders lässt sich von diesem ersten Premierenevent der niederösterreichischen Sommertheatersaison kaum berichten. Denn um mit Homers "Odyssee" in Melk auch heuer wieder einen Stoff zeigen zu können, der "schwere Kost" ist, wie eine ältere Dame noch vor Beginn vorsorglich warnt, hat Intendant Alexander Hauer eine Strategie: Werbepartner, die den durch schenkelklopferlosen Anspruch bedingten Einnahmenentgang ausgleichen.

So streckt einem noch vor dem Betreten des Theaterzelts eine lebensgroße Ausgabe der Niederösterreichischen Nachrichten die Hand zum Gruß entgegen. Zaghaft erwidert man den Handschlag des Maskottchens und erhält zur Belohnung eine Broschüre vom Theaterfest Niederösterreich, das auch ein paar Liegestühle mit Logo zur Deko aufgestellt hat.

Auf den Schock gibt es einen gratis Espresso im Ö1-Kaffeewagerl. Im Foyer bekommt man ein Zuckerl und dazu ein Packerl Marillenkerne überreicht, bevor man auf von Leiner bereitgestellten

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