Kommentar Fußball-EM

Böses Erwachen für eine doch nicht so einzigartige Nationalelf

Falter & Meinung | Johann Skocek | aus FALTER 26/16 vom 29.06.2016

Rund eineinhalb Jahre beherrschte ein mediales Narrativ den heimischen Fußball. Von der Einzigartigkeit eines Schweizer Trainers und der Einzigartigkeit eines Nationalteams. Von den Pleiten und Pannen und Idioten, aus denen der heimische Fußball bis jetzt bestand. Wie viele mediale Megathemen enthielt es viel Wahres und manch Falsches, einige Wunschvorstellungen und die Hoffnung auf eine neue Zeit. Die Euro hat das Narrativ in Teilen als Narretei enttarnt. Stück für Stück kommt ans Licht, wie unprofessionell Marcel Koller, Sportdirektor Willi Ruttensteiner und ihr Team bei der Euro gearbeitet haben.

Eine der Kernfragen, die elendigliche körperliche Verfassung der Teamkicker, wurde noch nicht erörtert. Das große Bild aber ist klar: Eine in Unerfahrenheit befangene Teamführung hatte die Mannschaft am Beginn des Turniers in einen eingeschränkt handlungsfähigen Zustand versetzt und setzte sie aus Angst und Entscheidungsschwäche in allen drei Gruppenspielen falsch zusammen.

Nun kritisieren


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige