Film Neu im Kino

Überschminkt: "Ice Age 5 - Kollision voraus!"

Lexikon | Sabina Zeithammer | aus FALTER 26/16 vom 29.06.2016

Vierzehn Jahre sind vergangen, seit Mammut Manni, Säbelzahntiger Diego und Faultier Sid zum ersten Mal die Kinoleinwand eroberten. Nach einer nahenden Eiszeit, bedrohlichem Tauwetter, einem Abstecher ins Reich der Dinosaurier und der ungemütlichen Entstehung der Kontinente kommt die Gefahr im fünften Teil der Animationsfilmreihe "Ice Age" aus dem All. Ein Asteroid, an dessen Herannahen das Rattenhörnchen Scrat auf der Jagd nach der Eichel nicht ganz unschuldig ist, droht das Leben auf der Erde zu vernichten.

"Ice Age 5 - Kollision voraus!" von Mike Thurmeier und Galen T. Chu folgt haargenau denselben Konzepten wie die Vorgängerfilme. Neben einer existenziellen Bedrohung gibt es den Kampf mit feindlichen Tieren und familiäre bzw. persönliche Konflikte, die gelöst werden wollen. Im aktuellen Film sind es der Schwiegersohn in spe, mit dem Manni und Ellie erst warm werden müssen, und das Singledasein, mit dem Sid zu kämpfen hat. Diego, der zuletzt sein Herzblatt Shira kennenlernte, kommt ein wenig zu kurz, das Paar kann aber eine der witzigsten Szenen des Films für sich verbuchen.

Auch wenn das 3-D-Abenteuer nur dann und wann wirklich lustig ist, bietet es ganz nette Unterhaltung - mehr jedenfalls, als der fünfte Aufguss erwarten ließ. Die frischen Ideen werden jedoch spürbar weniger - was der Grund dafür sein dürfte, dass Teil 5 sich in der zweiten Hälfte in Übertreibungen flüchtet. Dass Scrat in ein UFO gerät und Buck, das wilde Wiesel aus Teil 3, ein Orakel findet, das stark an moderne elektronische Geräte angelehnt ist, nehmen die Zuschauer gern hin. Wenn die Herde aber eine Parallelwelt entdeckt, in der überdrehte, lieblos ausgestaltete Tiere auf Steinen herumfliegen, ist "Ice Age 5" mehr blöd als originell.

Ab Fr in den Kinos (OF 3D im Haydn)


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