Das steirische Vorspiel des Nationalsozialismus

Warum gedieh der Deutschnationalismus in der Steiermark besonders gut? Ein neuer Sammelband liefert Antworten

Rezension: Siegfried Beer | Politik | aus FALTER 26/16 vom 29.06.2016

Dass die Steiermark von jeher ein fruchtbarer Boden für den Deutschnationalismus und in den 1930ern eine Bastion insbesondere des erstarkenden Nationalsozialismus darstellte, ist nicht ganz unbekannt. Schließlich ist die steirische FPÖ der Deutschtümelei bis heute verbunden.

Warum das so war und in gewisser Weise immer noch ist, wurde bis vor kurzem wissenschaftlich kaum aufgearbeitet und analysiert. Erst im letzten Jahr erschienen zwei erhellende Bücher, die die NS-Zeit in der Steiermark neu beleuchten und einigermaßen kontextualisieren, darunter etwa "Nationalsozialismus in der Steiermark. Opfer. Täter. Gegner", herausgegeben von Heimo Halbrainer und Gerold Lamprecht (Studienverlag Innsbruck), und "Geschichte der Steiermark. Bundesland und Reichsgau", Band 9/1, herausgegeben von Alfred Ableitinger (Böhlau Wien).

Nach seinen Monografien über den Juliputsch 1934 in Österreich ("Sommerfest mit Preisschießen", 2006) und über die sogenannte Österreichische Legion ("Söldner für

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