Nüchtern betrachtet

You stupid, bl**dy fu**ing di**heads!

Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: faltershop.at/nuechtern

Feuilleton | aus FALTER 26/16 vom 29.06.2016

Der 5/8erl-in-Ehr'n-Sänger Max Gaier meinte unlängst, man müsse die Hofer-Wähler "in den Arm nehmen und ihnen was von Liebe erzählen". Ich finde das natürlich erst einmal sympathisch und bin tendenziell derselben Ansicht, würde diese aber etwas weniger körpernah mit "umdrehen statt ausgrenzen" umschreiben. Ich habe freilich auch ein "Nähe/Distanz-Problem", wie mein Therapeut das seinerzeit formuliert hat. Mir will zwar scheinen, dass ein Großteil der Menschheit da zumindest Schwierigkeiten in der Feinabstimmung hat, aber der Eindruck kann natürlich auch wieder ein Symptom meines ganz persönlichen Nähe/Distanz-Problems sein.

Meine Umarmungsbereitschaft beschränkt sich jedenfalls auf eine sehr überblickbare Anzahl konkreter Individuen in einem überblickbaren Zeitraum. Die mag - je nach Anzahl der konsumierten Biere und der isabellehuppertoiden Wesen am Nebentisch - leicht variieren, aber echte Weltumarmungsgefühle, die einem beim Hören von Beethoven oder Bacharach ankommen,


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