IT-Kolumne

Digitalia

Medien | Anna Goldenberg | aus FALTER 26/16 vom 29.06.2016

Mit Emojis verhält es sich ein bisschen wie mit Trinkspielen: Wir nehmen mit einem Augenzwinkern teil, hihi, na gut, wenn ihr alle dabei seid. Insgeheim sind wir aber froh darüber, dass der Konversation die Ernsthaftigkeit genommen wurde. Erklärt das die Beliebtheit der Bildzeichen, die seit 2010 im Unicode, dem internationalen Standard zur Codierung von Textelementen, verankert sind?

Unicode veröffentlichte soeben 72 neue Emojis, die bald auf unseren Betriebssystemen Einzug halten sollen, darunter der ausgestreckte Selfie-Arm, eine Gurke und ein schwarzes Herz (um Verwechslungen vorzubeugen: Emojis sind kleine Bilder, im Gegensatz zu Emoticons wie dem Zwinkersmiley ;-), die aus Satzzeichen bestehen). Darüber hinaus kann man sich zahlreiche Zusatzemojis aufs Smartphone laden; Bildchen des US-amerikanischen Reality-TV-Stars Kim Kardashian eignen sich perfekt, um auf Justmojis (von Sänger Justin Bieber) zu antworten. Gekontert wird mit Katze, Katze, Fußball. Hä? Es ist wie beim Trinkspiel: Ist man lang genug dabei, macht alles Sinn.


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