Des Kanzlers Drang nach Neuwahlen

SPÖ-Parteitag: Wenn der neue SPÖ-Chef umsetzen will, was er verspricht, braucht er einen Wahlgang


Kommentar: Barbara Tóth
Falter & Meinung | aus FALTER 26/16 vom 29.06.2016

Christian Kern spricht gerne, er spricht gut, er spricht lange - auf dem SPÖ-Parteitag vergangenen Samstag in Wien waren es über 80 Minuten -, und er spricht, auch wenn sich Anekdoten, Formulierungen und Beispiele für den geübten Beobachter inzwischen wiederholen, mit großem Ernst vor jedem Wort. Nichts ist leichtfertig dahingesagt, jede Formulierung wohlüberlegt. Christian Kern macht auf geradezu altmodische Art und Weise durch seine Reden seine Politik.

Deswegen lohnt es sich, genauer hinzuhören, wenn Kern spricht. Wer das macht, muss zum Schluss kommen, dass alle politischen Visionen, die der gerade mit 97 Prozent zum SPÖ-Chef Gekürte in seinen Reden so ausdauernd vertritt, in dieser großen Koalition nie mehr umzusetzen sind. Im Gegenteil.

Was Kern auf seinem Wahlparteitag diesen Samstag und in seinen zahlreichen öffentlichen Auftritten davor immer wieder angekündigt hat, riecht inzwischen sehr streng nach Neuwahlen. Der "Countdown um die Herzen der Österreicher", den Kern

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