Musiktheater Tipp

Händels letztes dramatisches Oratorium

Lexikon | HR | aus FALTER 27/16 vom 06.07.2016

Ehe Händel völlig erblindete, schrieb er noch einmal einen musikalischen Höhepunkt des barocken Oratoriums, das durch große Chöre, affektgeladene Arien und Ensembles beeindruckt. Jephtha, als Sohn einer Prostituierten von seiner Sippschaft ins Exil vertrieben, wird vom Volk Israels in kriegerischer Bedrängnis als Heerführer zurückgerufen. Er leistet das Gelübde, Jahwe im Falle eines Sieges das erste Wesen, das ihm aus seinem Haus entgegentreten sollte, als Brandopfer darzubringen. Es ist seine Tochter Iphis, die letztlich, anders als in der biblischen Vorlage, durch das Erscheinen eines Engels verschont wird. Die Titelpartie verkörpert Daniel Johannsen, die Partie von Iphis Bernarda Bobro, die ihres Verlobten Nicholas Spanos.

Stadtpfarrkirche Retz, So 19.30 (bis 24.7.)


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