Kahlschlag in den Kammergärten

Die Kulturnation schafft sich selbst ab: Die 320-jährige Geschichte der Bundesgärten geht zu Ende


Kommentar: Matthias Dusini
Falter & Meinung | aus FALTER 27/16 vom 06.07.2016

Am 30. Juni endete die 320-jährige Geschichte der Bundesgärten. Anfang Juni hatte der Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) überraschend verfügt, dass die Dienststelle aufgelöst und der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Gartenbau Schönbrunn angegliedert wird. Das ist so, als würde das Max-Reinhardt-Seminar das Burgtheater übernehmen.

Die Bundesgärten führten nach dem Ende der Monarchie die Tradition der Residenzparks weiter. Dazu gehörten in Wien seit 1752 drei barocke Anlagen, Augarten, Belvederegarten und Schönbrunn, außerdem die im 19. Jahrhundert angelegten Grünflächen des Volks-und Burggartens. Außerhalb von Wien fielen der Hofgarten Innsbruck und der Schlosspark Ambras in die Zuständigkeit der 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Verwaltungsreform war bereits im Vorfeld heftig kritisiert worden. In einem offenen Brief hatten sich im Frühjahr mehrere Professoren der Universität für Bodenkultur gegen das Vorhaben ausgesprochen. Es handle

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