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Falter & Meinung | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 27/16 vom 06.07.2016

Die Regeln für das interne Falter-Tippspiel auf den EM-Sieger schienen klar: drei Euro pro Tipp, drei Tipps möglich. Die Kohle im Pot wird auf die Sieger aufgeteilt. Gewinnt keiner, geht das Geld an eine karitative Organisation. Die Tippspiel-Liste hängt seit dem EM-Anpfiff ausgedruckt in der Falter-Lobby.

In der Woche des EM-Finales kommen nun immer mehr Unregelmäßigkeiten ans Tageslicht. Matt hias Dusini war zur Zeit der Tippabgabe im Ausland, er konnte also gar nicht an dem Tippspiel teilnehmen, auch nicht per Brieftipp. Ob das Spiel also demokratisch ist, bleibt höchst zweifelhaft.

Barbara Tóth verpasste die Eintragungsfrist ebenfalls, trug ihre Tipps dennoch per Kugelschreiber auf die bereits fixfertig ausgedruckte Tippspiel-Liste ein.

Eine unbekannte Person, die Tipps abgab und bezahlte, schrieb keinen Namen auf den Tippzettel. Auf der Liste wird sie unter dem Namen "Unknown (Pech!)" geführt. Daneben kritzelte nun jemand mit Kugelschreiber den Namen Brnada.

Tippspiel-Organisator Reinhard Hackl wiederum hat verdächtigerweise als Einziger auf Island gesetzt. Bis zum Viertelfinale wurden Manipulationsvorwürfe laut. Auch wenn man bis dato noch keine Manipulationen nachweisen kann, wurde nach Islands Ausscheiden die Tippspiel-Liste sicherheitshalber fotografiert.

Sollte also weder Deutschland noch Frankreich die Europameisterschaft gewinnen, bleibt mir kaum etwas anderes übrig, als das Falter-Tippspiel wegen Formalfehlern wiederholen zu lassen.


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