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IT-Kolumne

Medien | Anna Goldenberg | aus FALTER 27/16 vom 06.07.2016

Der Sommer ist da, genauer gesagt, der Sommerurlaub, da kann man schon ein wenig wehmütig werden. Erstens, weil eigentlich eh fast alles als guter Anlass für eine ein wenig gediegen-melancholische Stimmung taugt - etwa, wenn man nach der Leerung einer Literbox Eis den Sinn des Lebens immer noch nicht gefunden hat - und zweitens, weil man schon im Vorhinein der vergleichsweise tollen Internetverbindung zu Hause nachtrauert. Wir müssen uns nämlich noch etwas gedulden, bis ab 15. Juni 2017 die Roaming-Gebühren innerhalb der EU aufgehoben werden. Bis dahin darf ein Megabyte an Daten noch bis zu fünf Cent mehr kosten als zu Hause.

Die Alternative wäre, am Urlaubsort von Starbucks zu Starbucks zu ziehen, zuuufällig dort auf die Toilette zu müssen, und dort dank gratis WiFi das Foto vom letzten Eisbecher zu posten. Klar, man könnte den Auslandsaufenthalt als Anstoß für einen digitalen Detox nehmen. Das ist ja recht angesagt, lustige E-Mail-Abwesenheitsmeldung inklusive. Aber wer will denn schon im Urlaub auf Diät gehen?


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