Buch der Stunde

Nomaden kennen keine Sehnsucht nach Schwarzbrot

DOMINIKA MEINDL | Feuilleton | aus FALTER 28/16 vom 13.07.2016

Es ist das Los und Privileg von Nomaden, überall auftauchen und wieder verschwinden zu können, nirgends und doch überall ein Zuhause zu haben." Mit Miro am Strand von Kerala, mit Wi im brasilianischen Dschungel, mit Brooklyner Kollegen in einem schottischen Schloss, mit der fremdelnden Mutter in Island: Marianne Jungmaiers Kurzgeschichtensammlung trägt ihren Titel "Sommernomaden" zu Recht. Klar, dass es nicht nach Bibione oder Phuket geht. Diese jungen Weltbürger sind keine Tourismus-Hipster, sondern polyglott und achtsam.

Die Ausflüge auf die Sonnenseite der Globalisierung schärfen auch den Blick für deren Schattenseite: In New York können sich Künstler ihre Wohnungen nicht leisten; in Brasilien hat man Glück, wenn pro Jahr nur viermal bei einem eingebrochen wird; in Indien riecht es nach Urin und Frittieröl; und der Massentourismus raubt den fernöstlichen Stränden ihren Charme.

Jungmaiers Reisende lassen sich auf "die Wirklichkeit der Menschen" ein: "I'm pretending to belong

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