Nüchtern betrachtet

Ich glaub', mir haut's den Rhabarber runter!

Feuilleton | aus FALTER 28/16 vom 13.07.2016

Wenn mich jemand nach dem ersten Aufzug meines Lebens fragen wollte -falls nicht, mach ich es halt selber -, dann kann ich wahrheitsgemäß nur antworten, dass ich mich nicht mehr daran erinnern kann. In Oberösterreich gab es so was in den 60er-Jahren noch nicht. Logo, gab ja auch keine Hochhäuser, bloß Vierkanthöfe. In Wien dann freilich Aufzüge bis zum Abwinken. Am mondänsten: der mit glitzy Stahllamellentüren versehene Aufzug im Steyr-Haus am Kärntner Ring, das Ende der 80er-Jahre warm abgetragen wurde und wo mein Vati gearbeitet hat; am spektakulärsten: Donauturm, ganz klar; trotzdem am aufregendsten: der Paternoster im Amalienbad, wo man überprüfen konnte, ob die Kabinen am Scheitelpunkt um 180 Grad gewendet werden und man vorher besser in den Handstand geht; am jämmerlichsten: der Lift zur Wohnung meiner Eltern (es haben Platz: ich und zwei Bierflaschen).

Nun wohne ich erstmals in einem Haus mit Aufzug. Er war anfällig wie eine udmurtische Gurkenbäuerin und ist auch einmal

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