Lachen im Souterrain

Kreativ und unbeirrbar: Der amerikanische Schauspieler und Comedian Louis C. K. hat für seine Miniserie "Horace and Pete" ein Star-Ensemble gewinnen können und das Fernsehen ein bisschen neu erfunden

Feuilleton | ELOGE: THOMAS MAURER | aus FALTER 28/16 vom 13.07.2016

Im Prinzip wäre das der Stoff, aus dem klassische Sitcoms gemacht werden: Eine seit 100 Jahren in Familienbesitz stehende Traditionsbar in Brooklyn ("No wine, no mixed drinks"), in welcher der nicht gerade unkomplizierte familiäre Hintergrund der Eigentümer ebenso verlässlich für schnippische Dialoge, turbulente Entwicklungen und lustvolle Peinlichkeiten sorgt wie die bunte, aber einhellig dem Alkohol ergebene Mischung aus zum Inventar gehörenden Stammgästen und zufällig hereinschneienden Neulingen, beide Gruppen natürlich wie geschaffen dafür, mit Cameo-Auftritten prominenter Komödianten gespickt zu werden.

Tatsächlich bietet "Horace and Pete" auch all das, ist aber gleichzeitig so etwas wie das Gegenteil einer klassischen Sitcom.

Zunächst einmal ist die Serie im Zweifelsfall immer mehr Tragödie als Komödie -schon die Grundidee, dass die Bar seit 100 Jahren immer von je einem Horace und einem Pete aus der gleichen Familie geführt wird, hat unter der anheimelnden, an Tradition


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