Nachgetragen Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Hypo-Verfahren beginnt mit einer unbeantworteten Frage

Politik | JOSEF REDL | aus FALTER 28/16 vom 13.07.2016

Gerichtsverfahren beginnen meist eher unspektakulär. Die Angeklagten werden aufgerufen und zu ihren sogenannten Generalien befragt, also Alter, Wohnsitz, Beruf und so weiter. Genau so hat am Dienstag vergangener Woche ein Verfahren am Landesgericht Klagenfurt begonnen. Dort werden derzeit gleich mehrere Prozesse in Sachen Hypo Alpe Adria geführt. Unter anderem geht es dabei um Scheinrechnungen zulasten der 2009 verstaatlichten Kärntner Skandalbank.

Zu den sieben Angeklagten zählen unter anderem die langjährigen Hypo-Manager Wolfgang Kulterer und Josef Kircher sowie der Hypo-Investor und Kurzzeit-Vorstand Tilo Berlin. Alle drei haben sich nicht schuldig bekannt. Tilo Berlin sorgte immerhin für einen interessanten Moment zu Prozessbeginn. Er weigerte sich, die Höhe seinen Vermögens vor Gericht anzugeben.

Berlin hat nun 14 Tage Zeit, seine Vermögensverhältnisse offenzulegen. Sollte er der Aufforderung des Gerichtes bis zu seiner nächsten Einvernahme am 19. Juli nicht nachkommen, kündigte die Richterin an, einen Sachverständigen einzusetzen, der ein Gutachten über die wirtschaftlichen Verhältnisse von Tilo Berlin anfertigen soll.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige