Kommentar Sport

Es kann in Wien nie genug neue Stadien für Fußballer geben


JOHANN SKOCEK
Falter & Meinung | aus FALTER 28/16 vom 13.07.2016

In Wien schießen die Fußballstadien nur so aus dem Boden. Rapid eröffnet demnächst seine Allianz Arena. Benannt nicht nach einem solidarischen Grundsatz, sondern nach dem gleichnamigen Sponsor und Versicherungskonzern. Die Wiener Austria macht in den kommenden zwei Jahren das Horr-Stadion neu. Die Häuser kosten jeweils so um die 50 Millionen Euro, Rapids ein wenig mehr, Austrias ein bisserl weniger. Das Geld kommt jeweils fast zur Hälfte aus dem Förderbudget der Stadt Wien.

Das ist alles sinnvoll und problematisch. Die Zeiten werden schlechter, und abseits von Christian Kerns schönen Worten und Anzügen braucht der Mensch Orte der Fantasie, an denen er sich aus der Arbeit oder der Arbeitslosigkeit beamen kann. Der Fußball ist trotz seiner peinlichen, bei der jüngst abgelaufenen Euro beobachtbaren Unterwerfung unter kommerzielle Zwecke immer noch die beste massentaugliche Entspannungsindustrie.

Fußballstadien sind Orte des offenen sozialtherapeutischen Maßnahmenvollzugs. Dort werden

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