"Allahu akbar!"

Hunderte Erdoğan-Fans demonstrierten in Wien. Wird der Konflikt in der Türkei nach Österreich importiert?


Bericht: Nina Horaczek
Politik | aus FALTER 29/16 vom 20.07.2016

Ganz links hebt ein junger Mann die rechte Faust zum Gruß der Grauen Wölfe, einer faschistischen türkischen Organisation. Ganz rechts reckt ein Bursch in blauer Trainingsjacke seine rechte Hand in die Höhe, zeigt mit vier weggestreckten Fingern den Gruß der islamistischen Muslimbruderschaft. Ein Stück dahinter hält eine junge Frau mit Kopftuch ein selbstgemaltes Schild hoch. "Wer den Kopf erhebt, dem schneidet den Kopf ab" steht darauf auf Türkisch.

In der Mitte, da stehen ein paar Österreicher und rufen "Hoch die internationale Solidarität". Anscheinend konnte oder wollte die österreichische Splittergruppe mit dem Namen Linkswende nicht erkennen, dass sie mit Islamisten und türkischen Faschisten gemeinsame Sache macht.

Bei der Demonstration gegen den versuchten Militärputsch in der Türkei, die vergangenen Samstag über die Mariahilfer Straße zum Heldenplatz zog, schallten "Allahu akbar"-Rufe über die Einkaufsmeile. Einige hundert Türken, viele in türkische Flaggen gehüllt,

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