Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

F. Klenk | Falter & Meinung | aus FALTER 29/16 vom 20.07.2016

Sie dürfen sich den Falter ja bitte nicht wie einen großen Medienkonzern vorstellen. Wir sind ein kleiner, bisweilen auch chaotischer Trupp. Vergangene Woche waren gerade einmal zwei Redakteure und eine Redakteurin in der Politikredaktion anwesend, der Chefredakteur inkludiert. Der Herausgeber ist verschwunden. Schreiburlaub nennt Armin Thurnher das.

Wir sind also derzeit in der Politik ein Team so groß wie das Sekretariat eines Spiegel-Praktikanten. Der Urlaub, der Sommer, wir sind halt auch nur Menschen.

Aber schon am Donnerstag hatten wir ein zeitlos schönes Heft eingetütet. Und dann passierte Nizza und dann der Putsch in der Türkei. Das Heft wanderte in den Müll. Wir könnten natürlich in solchen Momenten auch den Hut draufhauen und auf die internationalen Blätter verweisen. Doch das wollen wir nicht. Wir wollen Ihnen Lesestücke bieten, die Sie woanders nicht kriegen. Und daher haben wir Gerald Knaus im Urlaub aufgespürt, den Kopf des Think-Tanks Esi. Knaus ist einer der klügsten Kenner der Türkei, seine Stimme findet auch bei der deutschen Kanzlerin Angela Merkel Gehör. Knaus ließ sich breitschlagen, im Urlaub einen Essay zu schreiben, er beschreibt die unheilvolle Geschichte der Türkei. Und Nina Horaczek besuchte derweil die Demos der Erdoğan-Fans in Wien.

Manches kriegen Sie hier übrigens nicht zu lesen. Den Facebook-Krieg zwischen Stefanie Sargnagel und Thomas Glavinic über Penisse und Rollmöpse, der nach einer Kritik von Klaus Nüchtern entbrannt ist. Den können Sie in den Social Media nachlesen. Das drucken wir nicht nach.


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