Nachgetragen Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Barrierefreiheit: Kein zweiter Aufzug am Stephansplatz

Politik | Marlene Liebhart | aus FALTER 29/16 vom 20.07.2016

Eigentlich wollte Martin Ladstätter mit Mitgliedern seines Vereins "Behindertenberatungszentrum BIZEPS - Zentrum für Selbstbestimmtes Leben" nur einen Lokalaugenschein mit Medienvertretern in der U-Bahn-Station am Stephansplatz machen, dann kamen die Rollstuhlfahrer nicht mehr aus der Station heraus - der einzige Lift war wegen Reparatur außer Betrieb.

Bei der Aktion ging es ironischerweise um die Forderung nach einem zweiten Aufzug. Dieser war im Zuge der für kommenden Herbst angesetzten Sanierung von der SPÖ angekündigt gewesen. Den Wiener Linien ist er mit zwei Millionen Euro jetzt doch zu teuer, obwohl der Bezirk zehn Prozent der Kosten tragen würde.

Bezirksvorsteher Markus Figl von der ÖVP, Vertreter der Grünen und der Neos sind empört und stellen sich hinter die Forderung nach einem zweiten Lift

Für die Volksanwaltschaft ist die Planänderung inakzeptabel, sie prüft nun die Hintergründe.

Wird der Lift nicht jetzt eingebaut, wird es auch in den nächsten zehn Jahren nicht passieren. Denn so lange darf der Stephansplatz nach der Sanierung nicht mehr aufgegraben werden.


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