Kommentar Buwog

Karl-Heinz Grasser soll kriegen, was er verdient - ein faires Verfahren


Josef Redl

Falter & Meinung, FALTER 29/16 vom 20.07.2016

Karl-Heinz Grasser war in den Jahren 2000 bis 2007 Finanzminister der Republik Österreich. Es waren für ihn sieben fette Jahre.

Wie fett, das wird möglicherweise demnächst in einem Gerichtsverfahren geklärt werden. Das ist das wahrscheinliche Resultat einer Phase, die man getrost als Grassers sieben magere Jahre bezeichnen kann. Seit sieben Jahre wird gegen den ehemaligen Finanzminister wegen der Privatisierung von rund 60.000 Bundeswohnungen im Jahr 2004 ermittelt. Den Zuschlag beim Verkauf des Buwog-Pakets erhielt damals die Immofinanzgruppe für 961 Millionen Euro. Ein Prozent dieser Summe, also 9,61 Millionen, Euro zahlte die Immofinanz als Provision auf ein Konto in Zypern. Klar ist, dass ein Teil des Geldes an den Lobbyisten Peter Hochegger und über den Umweg Liechtenstein heimlich und unversteuert an Grassers Trauzeugen Walter Meischberger ging.

Die Ermittler gehen davon aus, dass Meischbergers Leistung ein heißer Tipp war: Er soll der Immofinanz geflüstert haben, wie hoch

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