Einen Lohn, ohne zu arbeiten? Wie soll das gehen, Herr Häni?

Ein Schweizer Unternehmer will uns von der reinen Lohnarbeit befreien. Ein Gespräch über Neid, Fleiß und die wahre Motivation von Menschen, ins Büro zu gehen

Politik | aus FALTER 29/16 vom 20.07.2016

Daniel Häni ist irgendwie ständig auf einer Bühne. Und wo keine ist, da macht er sich eine. Vor ein paar Jahren kippte der Unternehmer und Aktivist vor dem Schweizer Parlament acht Millionen Fünf-Rappen-Stücke aus. Passanten badeten im Geld, scheffelten Geld und redeten über Geld. Beim World Economic Forum in Davos ließ er im Jänner einen Roboter durch die Straßen tanzen. Und wieder redeten die Leute über Geld. Der Roboter trug eine Botschaft: "Bald kommt das bedingungslose Grundeinkommen". Es ist die Botschaft von Daniel Häni. Seit zehn Jahren beschäftigt sich der Schweizer mit der Frage, wie Arbeit und Lohn zusammenhängen - oder zusammenhängen sollten.

Die Frage hat er vor einigen Wochen allen Schweizern gestellt. 126.000 Unterschriften sammelte die Initiative "Für ein bedingungsloses Grundeinkommen". Genug, um eine Volksabstimmung durchführen zu können. Anfang Juni stimmten die Schweizer darüber ab, ob jeder Mensch zumindest 2500 Franken im Monat vom Staat erhalten sollte


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