"Kongo ist kein Land, sondern eine Utopie"

Fiston Mwanza Mujila, in Österreich lebender Kongolese, beeindruckt mit seinem ersten Roman "Tram 83"

Porträt: Sebastian Fasthuber | Feuilleton | aus FALTER 30/16 vom 27.07.2016

Menschen aller Börsen der Welt stürmten die Hauptstadt von Stadtland, die kleinste Hauptstadt der Welt, die lediglich aus einer Bar, dem berühmten Tram 83, und dem Bahnhof bestand, dessen halbfertiges Metallgerüst an Henry Morton Stanley erinnerte." Dieses Tram 83 ist eine Welt für sich. In dem Lokal wird jede Nacht den wundersamsten Jazzcombos gelauscht, gesoffen und dazwischen auf den Toiletten gefickt, als würde es kein Morgen geben.

Hier findet alles zusammen: Warlords, Waffenhändler, Zuhälter, Grubenarbeiter, Hobbyphilosophen, Schuhputzer, Archäologen, Soldatenwitwen, Prostituierte und nicht zuletzt erlebnishungrige Touristen. Vor dieser Kulisse lässt Fiston Mwanza Mujila zwei alte Freunde aufeinandertreffen: Lucien, der Dichter, ist ein unerschütterlicher Idealist, während Requiem mit Gaunereien reich zu werden versucht und auch nicht davor zurückschreckt, seinen Freund zu betrügen.

"Tram 83" ist ein wilder, poetischer, grausiger, wunderschöner Roman und ein fast ideales

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