Der Schatz am Silbersee

Der Dehnepark in Penzing hat alles: eine verfallene Ruine, Obstbäume, wilden Wald und einen geheimnisvollen See


Rundgang: Birgit Wittstock
Stadtleben | aus FALTER 30/16 vom 27.07.2016

Karl May hätte ihn vielleicht mit einem spöttischen Lächeln bedacht. Denn mit jenem Silbersee, den der deutsche Abenteuerschriftsteller sich einst in die Rocky Mountains fantasierte, hat der Tümpel, den man hier in Hütteldorf großspurig zum See erhoben hat, außer dem Namen kaum etwas gemein. Keine Westernhelden und schon gar keine unterirdische Silberader, dafür aber eine Menge Gänsehautgeschichten, die sich die Kinder der Umgebung schon seit Generationen erzählen. Von versunkenen Panzern und Pferdefuhrwerken bis zu Dinosaurierskeletten, die man unter der trüben Oberfläche durchschimmern gesehen haben will.

Tatsächlich war der kleine Teich, unweit der Steinhofgründe und nur wenige Straßenbiegungen oberhalb des Dehneparks gelegen, irgendwann ein Gipsbergwerk, in das Wasser einsickerte. Heute ziehen fette Karpfen gemächlich ihre Kreise durch den Tümpel, in dem in den 50er- und 60er-Jahren noch Kinder badeten und nach Krebsen fischten. Auch wenn mittlerweile niemand mehr freiwillig

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