"Wir werden sie bestrafen!"

Auch in Wien machen Erdoğan-Anhänger Jagd auf Regierungskritiker. Es herrscht Angst vor Gewalt und Denunziation


Bericht: Nina Brnada
Politik | aus FALTER 30/16 vom 27.07.2016

Fatih sagt, er habe Angst. Dass ein "Erdoğan-Fan", wie Fatih es formuliert, sein Geschäft stürmt. An diesem späten Freitagnachmittag sitzt Fatih an seinem Schreibtisch hinter heruntergelassenen Jalousien, irgendwo in Wien, sein Name soll nicht genannt werden.

"Zum Beispiel heute beim Freitagsgebet", sagt Fatih. "Ein alter Freund hat mich vor der Moschee keines Blickes gewürdigt, weil ich mit Fethullah Gülen sympathisiere. Dabei sind wir miteinander aufgewachsen."

Die Gülen-Bewegung agiert im Sinne des islamischen Predigers Fethullah Gülen, eines Türken, dem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan vorwirft, hinter dem gescheiterten Putschversuch vom 15. Juli zu stecken. Der Spiegel bezeichnet Fethullah Gülen als einen der "einflussreichsten Prediger des Islam". Seine Gemeinde hätte "Handel und Wirtschaft" in der Türkei ebenso wie die politische Szene "tief unterwandert", notieren auch Depeschen von US-Dipolomaten, die Wikileaks veröffentlichte. Gülen selbst inszeniere

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