Die Buchhalter der Musen

Immer mehr Kulturbetriebe bekommen kaufmännische Geschäftsführer. Warum eigentlich?


Erklärung: Stefanie Panzenböck
Feuilleton | aus FALTER 30/16 vom 27.07.2016

Sie sind die Nervensägen im Hintergrund, die kein Verständnis für die Kunst haben und alles in Zahlen ausdrücken wollen. Die, die den wissenschaftlichen und künstlerischen Direktoren die Freude am Job nehmen.

Die kaufmännischen Geschäftsführer in Kulturbetrieben werden noch immer kritisch beäugt, obwohl sie ihre Ämter schon seit einigen Jahren innehaben. Die Auslöser für ihre Bestellungen waren der nicht korrekte Umgang mit Steuergeld, von dem die Museen noch immer zum Großteil leben.

Die ehemaligen Museumsdirektoren Wilfried Seipel (KHM) und Peter Noever (Mak) sind Beispiele dafür, genauso wie aktuell die Belvedere-Direktorin Agnes Husslein-Arco. Nach dem Leitsatz "Das Museum bin ich" wurden Mitarbeiter für private Arbeiten eingesetzt oder Ausgaben, die mit dem Betrieb nichts zu tun haben, auf Museumskosten abgerechnet. Mit einem ebenbürtigen Geschäftsführer wird das zumindest schwieriger.

Im Film "Das große Museum" (2014) porträtierte Regisseur Johannes Holzhausen das

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