Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Lemonaid

Limonade, die die Welt verändert - oder es zumindest versucht


BW
Stadtleben | aus FALTER 30/16 vom 27.07.2016

Gutes tun und darüber reden ist seit jeher der Motor des Charity-Gedankens. Nun kann man auch Gutes tun und dabei trinken. Das macht nicht nur mehr Spaß, es schmeckt auch besser. So haben sich das zumindest die beiden Hamburger Getränkehersteller Paul Bethke und Jakob Berndt gedacht und unter dem Label Lemonaid & ChariTea Bio- und Fairtrade-Limos und Eistees kreiert, die nicht nur den Durst der Hipster stillen sollen, sondern gleichzeitig auch den Hunger der Welt. Ein bisschen wenigstens. Und zwar indem fünf Cent pro verkaufter Flasche an ausgewählte soziale Projekte in den Anbauregionen gehen. Seit 2010 kamen so mehr als 1,2 Millionen Euro zusammen. Das Besondere an der Hilfe, wie sie Lemonaid leistet, ist, dass die Projekte über den Verein Lemonaid &Chari-Tea selbst geleitet und auch regelmäßig besucht werden. Unter anderem errichtet Lemonaid in Sri Lanka, Südafrika, Mexiko, Argentinien und Paraguay Schulen, Kindergärten, Wassertanks und Solarpaneele.

Und wie schmeckt das gute Gewissen? Wie Limo-gewordener Urlaub: fruchtig, prickelnd, süß, aber nicht zu sehr. Das gilt zumindest für die Sorte Maracuja, die wir verkostet haben. Eine Limonade, die sich sicher auch in so manchem Longdrink gut machen würde. Mit Wodka etwa würde sie ausgezeichnet harmonieren. Außerdem gibt es noch die Sorten Limette und Blutorange und vier verschiedene ChariTeas.

Rezensierte Getränke wurden der Redaktion fallweise umsonst zur Verfügung gestellt


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