Festspiele Reichenau Kritiken

Daemoni, Daemona, Daemonum - schrumm!

Lexikon | ML | aus FALTER 30/16 vom 27.07.2016

Bedrohlich wirkende rote Lettern, die das Wort "DÄMONEN" ergeben, und eine Drehtür sind das ganze Bühnenbild in Hermann Beils Inszenierung von "Doderers Dämonen", ein Auftragswerk der Festspielintendanz. Nicolaus Hagg hat die Nummernrevue um Kriegsgewinnler, Erbinnen, Erbschleicher und sonstige Verrückte in Wien zwischen 1926 und Sommer 1927 aus Heimito von Doderers Romanschwarte (fast 1400 Seiten) herausdestilliert, Hermann Beil hat inszeniert. Der Sinn erschließt sich kaum, die Verhältnisse zwischen den immerhin 16 Charakteren (gegenüber fast 200 im Roman) bleiben vage, kaum einer gewinnt genügend Kontur, als dass Interesse für sein Treiben geweckt würde.

Theater Reichenau, Neuer Spielraum, Fr, So, Mi, Do 15.30, Sa, Mo 19.30


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