Nachgetragen Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Panama Papers: Aufsicht hat nichts zu beanstanden

Josef Redl | Politik | aus FALTER 30/16 vom 27.07.2016

Vor wenigen Monaten wurde weltweit über die Panama Papers berichtet, ein Datenleck von riesigen Ausmaßen. Die geleakten Daten der global operierenden Wirtschaftskanzlei Mossack Fonseca wurden über Monate hinweg von weltweit rund 400 Journalisten analysiert. In Österreich waren Falter und ORF Teil des Investigativteams.

Auch über österreichische Banken wurden zahlreiche Offshore-Geschäfte mit Briefkastenfirmen abgewickelt. So war die Raiffeisenbank International anscheinend so etwas wie die Offshore-Hausbank des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko, die Hypo Vorarlberg unterhielt rege Geschäftsbeziehungen zu Gennadi Timtschenko, einem Vertrauten von Vladimir Putin. Nachdem diese prominenten Geschäftsfälle im Rahmen der Panama-Papers-Enthüllungen publik wurden, hat die Finanzmarktaufsicht (FMA) Prüfungen bei den beiden Geldhäusern eingeleitet.

Bis jetzt konnte dem Vernehmen nach bei beiden Banken keine Verletzung der Sorgfaltspflicht festgestellt werden. Allerdings hat die FMA auch noch die Wirtschaftsprüfungskanzlei Pricewaterhouse Coopers mit einer stichprobenartigen Prüfung von Offshore-Geschäften beauftragt. Die Ergebnisse stehen noch aus.


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