Die im Stillen kämpfen

Die Sommerferien sind für Alleinerziehende die härteste Zeit des Jahres. Wie ihr Alltag aussieht, erzählt Christine Finke in ihrem neuen Buch


Lagebericht: Gerlinde Pölsler
Stadtleben | aus FALTER 30/16 vom 27.07.2016

Na, habt ihr euch schön erholt?" Eine scheinbar arglose Frage, die jedoch Alleinerziehende nach den Sommerferien in die Nähe eines hysterischen Anfalls bringen kann, wie die deutsche Autorin Christine Finke schildert. Nein, zumindest Muttern hat sich nicht schön erholt, war sie doch wochenlang 24/7 allein für die Kinder zuständig. Kann sein, dass sie nicht einmal einen halben Tag frei hatte, so wie das bei Finke oft war: Ihre Kinder waren eineinhalb, drei und neun Jahre alt, als der Vater auszog, die Großeltern wohnten 100 Kilometer entfernt.

"Allein, alleiner, alleinerziehend" heißt das Buch, in dem Finke ihre Erfahrungen weitergibt. Bitter nötig, denn: "Ich muss etwas beichten", eröffnet sie ihr Buch. "Erst seitdem ich selbst alleinerziehend bin, fällt mir auf, dass ich früher nie einen Gedanken an Alleinerziehende verschwendet habe." So wie die meisten. Wem ist schon bewusst, dass die Mutter der Kindergartenkompagnons niemals frei hat?

Dass sie immer erreichbar sein muss, weil

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