Sport Glosse

Der globale Fußball, verloren irgendwo in Chinas Weiten

Johann Skocek über Fußball made in China

Stadtleben | aus FALTER 30/16 vom 27.07.2016

Manchester United sollte im Rahmen des völlig unnötigen "Champions Cup" gegen den Stadtrivalen City spielen. Die Marketinginitiative eines US-Milliardärs soll ihn noch reicher machen. Das Match im Pekinger Nationalstadium wurde jedoch wegen Regens abgesagt. Manchesters Coaches José Mourinho (United) und Pep Guardiola (City) wollten China möglichst ohne unverletzte Spieler verlassen. Und vollständig, denn ein Flugzeug mit einem Teil von ManUs Mannschaft an Bord war plötzlich weg, lost in China. Die Liga dort rüstet ja wüst auf, oder? Zlatan Ibrahimović (ManU) kannst du mit noch so viel Marie nicht mehr beeindrucken, aber was ist, wenn er wo ist, von wo er alleine nicht mehr heimfindet? Zeig uns ein paar Tricks, Zlatan, dann schaun mer weiter. Derweil baggert ManU auch um Paul Pogba und bietet Juventus irgendwas zwischen 120 und hundertzillionen Pfund für ihn. Hauptsache haben. Der englische Fußball ist das Vorbild des chinesischen. Maximaler finanzieller Aufwand, um alles kaputtzumachen. Gauben die dort in China echt, dass man Kindern mit Geldscheinen Lust auf Fußball beibringen kann? Aber nein, Blödsinn, die schaffen das den Kids einfach an. Tja, Diktatur ist schon was Schönes.


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