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Pressekolumne


Nina Horaczek
Medien | aus FALTER 30/16 vom 27.07.2016

Seine Ehefrau, die alte Menschen pflegt, den ersten Freund der Tochter und Kater Robi, der glaube, ein Hund zu sein - sie hat FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer schon für die erste Stichwahl verbraten. Nachdem der Verfassungsgerichtshof die Wahl aufgehoben hat und im Oktober noch einmal gewählt werden muss, verpulvern die Hofers neue Wahlkampfmunition. Sie luden vorige Woche den Kurier zu sich nach Hause in Pinkafeld ein. Die Tageszeitung freute sich lesbar, beim freiheitlichen "Bastler und Biker unter Polizeischutz" im Garten sitzen zu dürfen.

"Nicht Rasenmäher und -traktor sind des Hausherren liebstes Freizeitvehikel. Mit dem Elektro-, Mountain- und Stepp-Bike ist er gerne unterwegs", schreibt der Kurier in seinem Schmuseartikel. "Dass er als erster österreichischer Politiker auf den Pokémon-Hype aufgesprungen ist, habe dezidiert mit seiner Neugier, nichts mit Medienkalkül zu tun", versichert der Kurier seinen Lesern im einseitigen Artikel mit Hofer am Stepp-Fahrrad und beim Kuscheln mit seinem Hund. So lieb, dieser Hofer. Und so unkritisch, dieser Kurier.


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