Kochen um zu verstehen

Bei der kulinarischen Auseinandersetzung mit fremden Kulturen kann man viel lernen

Stadtleben | Gerichtsbericht: Werner Meisinger | aus FALTER 30/16 vom 27.07.2016

Es ist nicht die Zeit für unbeschwertes Sacherwürstelsieden. Schlechte Scherze sind zu Tatsachen geworden (more to come). Probleme werden nicht gelöst, sondern gemästet. So werden aus kleinen Problemen fette Probleme. Die EU wird von Problembären am Nasenring durch die Manege geführt.

Da muss man sich etwas denken. Beim Kochen geht das gut, über das Kochen braucht man immerhin nicht nachzudenken.

Wenn ich mir beim Kochen nichts über das Kochen denke, verwende ich die unbeschäftigten Gedanken auf die Lösung der Weltprobleme. Dabei komme ich zum Beispiel zur Erkenntnis, dass je 49 Prozent der Weltprobleme auf Ungleichverteilung und Unverständnis zurückzuführen sind. Ungefähr jedenfalls. Der Rest entfällt auf Naturkatastrophen und Irrtümer.

Ich nenne Ungleichverteilung und Unverständnis die beiden Reiche der Problemwerdung. Sie kommunizieren miteinander. Häufiger entspringt aus dem Unverständnis die Ungleichverteilung, seltener umgekehrt. Oft gibt es auch seltsame Bezüge.

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