Basics Grundkurs Kochen (348)

Grillsauce kann auch mexikanisch, die Guacamole gibt's spartanisch

Stadtleben | BW | aus FALTER 31/16 vom 03.08.2016

Grillen ist eine Ehrensache, die hierzulande toternst genommen wird. Meist herrscht vorsintflutliche Geschlechtertrennung: Männer, die man sonst nie in einer Küche zu sehen bekommt, greifen im Sommer plötzlich zur Grillzange und machen sich am offenen Feuer wichtig, während sich ihre Frauen wie selbstverständlich zum Saucen-und Salatzubereiten degradieren lassen. Wir drehen den Spieß deshalb um und erheben diese Woche nicht nur die Sauce zum eigentlichen Mittelpunkt einer guten Grillage -wir pfeifen auch noch auf Tatar, Cocktail, Knoblauch und BBQ und feiern stattdessen unsere mexikanische Einwanderin: die Guacamole. Guacamole stammt von dem Nahuatl-Wort ahuacamolli, was so viel wie "Avocadosauce" bedeutet und genau das ist sie auch: zerdrückte Avocados mit ein bisschen Geschmacksbeiwerk. Zwar kursieren auch sehr elaborierte Guacamole-Rezepte, wir aber halten es simpel: Man zerdrücke zwei - ganz wichtig! - vollreife und gatschweiche Avocados, presse eine Limette darüber, mische eine hauchfein gehackte Zwiebel dazu und eine Handvoll mindestens ebenso fein gehackten frischen Koriander. Salzen, pfeffern -olé!

Wer's lieber ein bisschen artsy-fartsy hat, kann die Guacamole noch mit Knoblauch, Kreuzkümmel, klein gehackten Paradeisern (ganz Verwegene nehmen sonnegetrocknete, in Öl eingelegte) oder Jalapeños aufpimpen. Aber auch die spartanische Variante ist großes Küchenkino.

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