Weiblich, ledig, 30 Jahre jung, sucht Samenspender: "Maggie's Plan"

Feuilleton | Filmkritik: Michael Omasta | aus FALTER 31/16 vom 03.08.2016

Es ziemt sich, die altmodische Methode anzubieten, sagt Guy, ganz Gentleman, zu Maggie, die sich ihren alten Bekannten, der in eingelegte Gurken macht, als Samenspender auserkoren hat. Nö, danke, lautet die Antwort, aber das würde ja alles nur komplizieren.

Maggie also hat, wie schon der Titel des Films von Rebecca Miller verrät, einen Plan: Sie - weiblich, ledig, 30 Jahre jung - will ein Baby, und zwar ohne Liebe und das ganze lästige Drumherum. Ginge dieser Plan auf, wäre allerdings nur ein Kurzfilm daraus geworden. Stattdessen tritt mit John, einem verheirateten Möchtegernschriftsteller, der sich zu Hause ausgesperrt hat, plötzlich doch ein ernsthafter Kandidat für eine Beziehung in ihr Leben.

"Maggie's Plan" lässt sich an wie eine Doris-Day-Komödie aus den 1960ern. Eine leicht verhuschte, alleinstehende Frau mit festen Überzeugungen und klar definierten Zielen wird vom Schicksal (vulgo: durch einen Mann) von ihrem Weg abgebracht, soll heißen: eines "Besseren" belehrt.

Kaum


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